Brot backen – Die ultimative Anleitung für Anfänger & Profis (2026)

Herzlich Willkommen bei mein-brot-backen.de! Hier backen wir zusammen Brot – mit Freude, mit Liebe, mit richtig gutem Duft. Einfache Rezepte, echte Tipps und alles, was du brauchst, um dein eigenes, warmes Brot zu zaubern. Komm rein, die Küche duftet schon nach Zuhause. ♡

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Das einfachste Brot der Welt:
Ohne Kneten über Nacht (Gelinggarantie)

Du glaubst, Brotbacken ist kompliziert, braucht Sauerteig-Erfahrung und Muskelkraft? Falsch gedacht! Dieses Rezept bricht alle Regeln: Kein Kneten. Keine teuren Maschinen. Kein Stress. Wir nutzen einfach die Zeit. Während du schläfst, erledigt die „kalte Gare“ im Kühlschrank die Arbeit für dich. Das Ergebnis schmeckt wie vom besten Handwerksbäcker.

Frisches Brot ohne Kneten aus dem Topf
Anfänger-Hit
10 MinArbeit
12 StdRuhen
50 MinBacken

Die Einkaufsliste

  • Dinkelmehl (Type 630) 600 g
  • Wasser (lauwarm) 450 ml
  • Frische Hefe 10 g
  • Salz 15 g
  • Zucker oder Honig 10 g

(Alternativ geht auch Weizenmehl Type 550)

Topf im Ofen
Das Geheimnis:
Damit die Kruste so genial wird, brauchst du einen hitzefesten Topf mit Deckel (am besten Gusseisen).
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So einfach geht’s

1. Der 5-Minuten-Job (Abends)

Löse Hefe und Zucker im lauwarmen Wasser auf. Vermische Mehl und Salz in einer großen Schüssel. Kippe das Hefe-Wasser dazu und rühre alles kurz mit einem Holzlöffel um. Wichtig: Nicht kneten! Es reicht, wenn kein trockenes Mehl mehr zu sehen ist. Der Teig ist sehr nass und klebrig – das muss so!

2. Die „Kalte Gare“ (Nachts)

Decke die Schüssel ab (Deckel oder Frischhaltefolie) und stelle sie über Nacht (8-12 Stunden) in den Kühlschrank. Hier passiert die Magie: Das Mehl verquillt und die Hefe entwickelt Aroma.

3. Ofen-Sauna vorbereiten

Am nächsten Tag: Stelle deinen leeren Topf MIT Deckel in den Ofen. Heize den Ofen auf 250°C Ober-/Unterhitze vor.

4. Falten & Backen

Kippe den Teig auf ein bemehltes Backpapier. Falte die Seiten einmal zur Mitte (wie einen Briefumschlag). Hole den heißen Topf aus dem Ofen, hebe den Teig mitsamt Papier hinein. Deckel drauf!
30 Min. mit Deckel backen.
20 Min. ohne Deckel bei 200°C fertig backen (für die Kruste).

Warum funktioniert das ohne Kneten?

Normalerweise kneten wir, um das Klebereiweiß (Gluten) zu aktivieren. Bei diesem „No Knead Bread“ übernimmt die Zeit diesen Job (Fachbegriff: Autolyse). Durch die lange Ruhezeit im Kühlschrank richtet sich die Struktur von alleine aus. Der geschlossene Topf im Ofen simuliert dann einen professionellen Dampfbackofen: Die Eigenfeuchtigkeit des Brotes bleibt am Anfang im Topf, was für einen gigantischen „Ofentrieb“ sorgt.

5 Gründe, warum du dieses Rezept lieben wirst

  • Zutaten-Minimalismus: Mehl, Wasser, Salz, Hefe. Mehr brauchst du nicht.
  • Der Mehl-Joker: Ob Dinkel (630) oder Weizen (550) – es klappt immer.
  • Schlaf dich zum Brot: Der Teig arbeitet nachts. Null Stress am Morgen.
  • Saubere Hände: Nur mit dem Löffel rühren. Kein Kneten, kein Chaos.
  • Gelinggarantie: Durch den Topf gelingt die Kruste wie beim Bäcker.

So gelingt das Topfbrot Schritt für Schritt

Warum funktioniert das eigentlich so gut? Hier schauen wir uns die Details der 4 Phasen an, damit du genau verstehst, was im Teig passiert.

Teig mischen mit Holzlöffel

Phase 1: Start & Mischen

Wir lösen die Hefe in Wasser auf und rühren das Mehl unter. Ein starker Holzlöffel reicht völlig – vergiss die Küchenmaschine!

🧬 Achtung Physik:
„Lauwarm“ bedeutet Körpertemperatur (ca. 37°C).
• Zu heiß (>45°C)? Die Hefe stirbt.
• Zu kalt? Sie schläft weiter.
Teste es mit dem Finger: Es darf sich weder heiß noch kalt anfühlen.

Teigruhe im Kühlschrank

Phase 2: Kalte Gare

Hier unterscheidet sich dieses Brot von schnellen Billig-Backwaren. Wir stellen den Teig für 8 bis 12 Stunden in den Kühlschrank. In dieser Zeit passiert zweierlei:

  • Struktur: Das Mehl verquillt vollständig mit dem Wasser (Autolyse). Das ersetzt das Kneten.
  • Geschmack: Die Hefe arbeitet langsam und produziert komplexe Aromastoffe.

Heißer Gusseisentopf im Ofen

Phase 3: Der Ofen-Simulator

Profi-Bäckeröfen bedampfen das Brot. Wir simulieren das mit dem Topf. Das Wasser im Teig verdampft, wird aber vom Deckel gehalten. Das Brot backt im eigenen Dampf.

🔥 Wichtig: Heize den Topf (mit Deckel!) unbedingt leer im Ofen mit auf. Der Teig muss in den glühend heißen Topf fallen („Hitzeschock“).

Teig mit Backpapier in Topf heben

Phase 4: Transfer & Backen

Der Teig ist sehr weich. Der Trick: Kippe ihn auf Backpapier und falte ihn mit Hilfe des Papiers einmal zur Mitte. Dann hebst du das Ganze wie einen Sack in den heißen Topf.

⏱️ Die Back-Regel:

30 Min mit Deckel: Für das Volumen.
20 Min ohne Deckel: Jetzt entweicht der Dampf und die Kruste wird dunkel & kross.

Der Genuss-Moment

Dieses Brot braucht keinen Schnickschnack. Es schmeckt am besten noch lauwarm mit guter gesalzener Butter oder frischem Schnittlauch. Wer es bayerisch mag, serviert dazu einen kräftigen Obazda.

❄️

Aufbewahrung & Tipp:
Sollte tatsächlich etwas übrig bleiben, friere ich den Rest am liebsten in Scheiben geschnitten ein.

Kurz in den Toaster und es schmeckt wie frisch gebacken!
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Frisches Brot mit Butter und Schnittlauch

Häufige Fragen zum Topfbrot

Kann ich auch Trockenhefe nehmen?
Ja! Die Faustregel ist: 10g frische Hefe entsprechen etwa 3-4g Trockenhefe (ca. ein halbes Tütchen). Einfach direkt mit dem Mehl vermischen.
Welchen Topf brauche ich wirklich?

Ideal ist ein Gusseisentopf (Dutch Oven), da er die Hitze extrem gut speichert. Ein Römertopf (Ton) geht auch, muss aber gewässert werden und darf NICHT in den vorgeheizten Ofen (Start im kalten Ofen!). Zur Not geht auch ein Edelstahltopf mit Glasdeckel, sofern der Deckelgriff hitzefest ist (kein Plastik!).

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Das Brot ist innen feucht/klitschig. Warum?
Das passiert meistens, wenn das Brot zu früh angeschnitten wurde. Ein heißes Brot backt innen noch nach. Lass es unbedingt mindestens 30 Minuten auf einem Gitter abkühlen, bevor du das Messer ansetzt.
* Transparenz-Hinweis: Links mit * sind Affiliate-Links. Bei Kauf erhalten wir eine kleine Provision. Für dich ändert sich der Preis nicht.

Warum lohnt es sich überhaupt, Brot selber zu backen?

Frisch gebackenes, dampfendes Sauerteigbrot auf Holzbrett

Selber Brot backen ist nicht nur ein Trend, sondern eine bereichernde Aktivität mit vielen Vorteilen. Frisches Brot aus dem eigenen Ofen schmeckt intensiver, ist frei von Zusatzstoffen und lässt sich individuell anpassen – sei es glutenfrei, Low-Carb oder mit Superfoods wie Chia-Samen. Zudem sparst du langfristig Kosten und reduzierst Verpackungsmüll. Viele Menschen entdecken beim Backen Entspannung und Kreativität. Studien zeigen, dass hausgemachtes Brot nährstoffreicher sein kann, da du die Zutaten kontrollierst. Ob als Hobby oder für die Familie: Brot backen stärkt dein Wohlbefinden und bringt Abwechslung in den Alltag.

In diesem Abschnitt erfährst du, wie einfach der Einstieg ist. Wir empfehlen dir, mit grundlegenden Rezepten zu starten, wie unserem Brot-Rezept, das für Anfänger perfekt geeignet ist.

Gesundheit & bessere Inhaltsstoffe

Selber gebackenes Brot kann gesünder sein als gekauftes. Verwende Vollkornmehl für mehr Ballaststoffe, die die Verdauung fördern, oder experimentiere mit gesundem Brot selber backen. Vermeide Konservierungsstoffe und passe den Salzgehalt an. Für Diätbewusste: Probiere Low-Carb Rezepte oder glutenfreies Brot backen, um Allergien oder deine Vorlieben zu berücksichtigen. Tipp: Integriere Nüsse oder Samen für extra Nährstoffe, wie in unserem Walnussbrot-Rezept.

Gesunde Backzutaten: Vollkornmehl, Samen und Nüsse

Geld sparen & nachhaltiger leben

Brot backen spart Geld – ein Kilo Mehl kostet weniger als fertiges Brot. Ökologisch gesehen reduzierst du Transportwege und Plastikverpackungen. Starte mit einfachen Zutaten aus dem Supermarkt und baue darauf auf, z. B. mit einer Getreidemühle für frisches Mehl.

Grundlagen des Brotbackens: Bio Mehl und Wasser

Die beliebtesten Brote & Rezepte auf einen Blick

Deutschland ist Weltmeister der Brotkultur. Hier ist ein Überblick über die Sorten, die du unbedingt einmal selbst backen solltest:

Weißbrot selber backen

Klassiker

Weißbrot

Der Klassiker aus reinem Weizenmehl. Ideal für Einsteiger, da der Teig leicht zu verarbeiten ist. Perfekt für das Sonntagsfrühstück.

Zum Rezept

Roggenbrot selber backen

Herzhaft

Roggenbrot

Dunkel, kräftig und lange haltbar. Roggenbrot benötigt oft Sauerteig und bietet viele Ballaststoffe für eine gesunde Ernährung.

Zum Rezept

Gesundes Dinkelbrot

Gesund

Dinkelbrot

Die gesunde Alternative zum Weizen. Dinkel ist oft besser verträglich und hat einen nussigen Geschmack. Beliebt bei Sportlern.

Zum Rezept

Vollkornbrot

Power

Vollkornbrot

Der Nährstoff-Champion. Hier wird das ganze Korn verarbeitet, was für einen hohen Sättigungsgrad sorgt.

Zum Rezept

Sauerteigbrot

Aromatisch

Sauerteigbrot

Für den authentischen Geschmack. Sauerteig macht das Brot bekömmlicher und länger haltbar.

Zum Rezept

Bauernbrot

Rustikal

Bauernbrot

Rustikal und herzhaft, perfekt für den Alltag.

Zum Rezept

Das war noch längst nicht alles! Suchst du Spezialitäten wie Low Carb, Brot ohne Hefe, Zwiebelbrot oder glutenfreie Varianten?

Alle Brot-Rezepte anzeigen (Übersicht)

Brot backen – Die Grundlagen (das musst du wirklich wissen)

Brot backen ist Minimalismus pur. Du brauchst nur 4 Zutaten. Aber jede davon spielt eine Hauptrolle. Hier ist dein Spickzettel für den perfekten Teig:

🌾

Mehl

Das Herzstück. Wähle zwischen Weizen, Roggen oder Vollkorn. Für Dinkelbrot backen ist Dinkelmehl ideal – es schmeckt nussig und liefert wertvolles Protein.

💧

Wasser / Hydration

Entscheidet über die Fluffigkeit. Faustregel: Willst du große Luftblasen im Teig? Dann trau dich an etwas mehr Flüssigkeit heran!

🦠

Triebmittel (Hefe vs. Sauerteig vs. Backpulver)

Hefe für schnelle Ergebnisse, Sauerteig für tiefes Aroma (z.B. Sauerteigbrot backen). Oder ganz pur: Brot backen ohne Hefe.

🧂

Salz

Salz stärkt das Klebergerüst (wichtig!). Für den Kick: Chia-Samen oder Röstzwiebeln (Zwiebelbrot backen) hinzufügen.

Die wichtigsten Werkzeuge für den Anfang

Ohne das richtige Zubehör wird’s schwierig. Beginne mit Basics wie einer großen Schüssel, einer genauen Digitalwaage und deinem Ofen. Für ambitionierte Hobbybäcker empfehlen wir dir folgende Upgrades:

Ausstattung zum Brotbacken mit Getreidemühle Gärkörbchen Brotbackmaschine und frischem Brot

Unsere Technik-Empfehlungen

Genuss-Tipp: Wenn das Brot fertig ist, darf der richtige Toaster nicht fehlen.

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Schritt für Schritt: So bäckst du dein erstes Brot

Brot backen Schritt für Schritt Anleitung

Du traust dich an dein erstes Brot? Super! Folge einfach dieser Anleitung. Plane dir etwa 3-4 Stunden ein (wobei die meiste Zeit reine Wartezeit ist, in der du entspannen kannst).

1

Teig vorbereiten & Kneten

Mische Mehl, Wasser, Salz und Hefe in einer Schüssel. Jetzt kommt das Workout: Knete den Teig mindestens 10 Minuten kräftig durch. Nur so entwickelt sich das Gluten-Gerüst, das dein Brot später zusammenhält.

2

Die Ruhezeit (Gare)

Gönne dem Teig eine Pause. Decke ihn ab und lasse ihn an einem warmen Ort für 1-2 Stunden ruhen, bis sich das Volumen deutlich verdoppelt hat. Die Hefe leistet jetzt die ganze Arbeit für dich.

3

Formen & Backen

Forme den Teig vorsichtig zu einem Laib (nicht mehr zu stark kneten, sonst drückst du die Luft raus!). Backe ihn im vorgeheizten Ofen bei 220°C für ca. 40-50 Minuten, bis er goldbraun ist.

4

Abkühlen & Genießen

Widerstehe dem Drang, es sofort anzuschneiden! Lasse das Brot auf einem Gitter vollständig auskühlen. Nur so bleibt die Kruste knusprig und die Krume verklebt nicht.

Du willst tiefer einsteigen? Hier geht es zu unserem detaillierten Basis Brot-Rezept

Hilfe – mein Brot wird nichts!
(Die 10 häufigsten Fehler & Lösungen)

Backen ist Naturwissenschaft. Wenn etwas schiefgeht, hat das meist einen logischen Grund. Hier ist deine Erste-Hilfe-Liste für die Klassiker:

Der Teig geht nicht auf

Meist ist die Hefe zu alt oder das Wasser war zu heiß (Hefe stirbt ab 40°C). Prüfe die Temperatur mit einem Thermometer.

Brot läuft breit (Fladen)

Der Teig war zu weich oder hatte „Übergare“ (stand zu lange). Nutze beim nächsten Mal ein Gärkörbchen zur Stabilisierung.

Teig ist zu trocken/hart

Jedes Mehl bindet Wasser anders. Gib schluckweise mehr Wasser hinzu, bis der Teig geschmeidig ist und sich vom Schüsselrand löst.

Brot ist innen klitschig

Geduld! Du hast das Brot zu früh angeschnitten. Es muss mindestens 30-60 Minuten auf einem Gitter auskühlen, da es innen nachbackt.

Kruste ist verbrannt

Jeder Ofen heizt anders. Decke das Brot die letzten 10 Minuten mit Alufolie ab oder reduziere die Hitze früher.

Kruste ist blass & weich

Zu wenig Hitze oder fehlender Dampf. Stelle eine Schale Wasser mit in den Ofen oder bestreiche das Brot vor dem Backen mit Wasser.

Große Löcher (Tunnel)

Oft ein Zeichen von schlechtem Formen. Drücke beim Formen die Luft gleichmäßiger aus dem Teig („Ausstoßen“).

Brot reißt unten/wild auf

Der „Schluss“ (die Naht) war nicht gut verschlossen oder du hast das Einschneiden vergessen. Nutze ein scharfes Bäckermesser.

Krume bröselt beim Schneiden

Zu viel Mehl im Teig, zu wenig geknetet oder (bei Sauerteig) zu wenig Säure. Knete das nächste Mal 2-3 Minuten länger.

Es schmeckt fade

Der Klassiker: Salz vergessen! Es gibt keine Rettung für dieses Brot, aber serviere es einfach mit kräftiger Kräuterbutter oder Käse.

Das Mehl-Einmaleins: Welche Type wofür?

Die Typenzahl auf der Packung ist kein Geheimcode, sondern dein wichtigster Wegweiser. Die Faustregel: Je höher die Zahl, desto gesünder (und dunkler) das Mehl.

Die „Fluffigen“

Helle Brote & Gebäck

Diese Mehle haben viel Klebereiweiß (Gluten). Das sorgt für riesige Luftblasen und ein extrem lockeres Volumen.

Deine Favoriten:

Weizen 550
Dinkel 630

Die „Kraftpakete“

Herzhaft & Rustikal

Hier steckt mehr vom ganzen Korn drin. Sie schmecken nussiger, machen länger satt und halten das Brot länger frisch.

Deine Favoriten:

Roggen 1150
Weizen 1050

Profi-Tipp: Maximale Frische

Gemahlenes Mehl verliert nach wenigen Wochen seine besten Inhaltsstoffe. Wenn du Brot mit echtem Nährwert-Kick willst, mahle dein Korn erst direkt vor dem Backen.

Inspiration pur: Welcher Brot-Typ bist du?

Egal ob du es klassisch weich, rustikal krachend oder gesundheitsbewusst magst – wir haben deine neuen Lieblingsrezepte bereits sortiert.

Brötchen backen: Dein Upgrade für den Sonntag

Hand aufs Herz: Nichts schlägt den Duft von ofenfrischen Brötchen, der am Sonntagmorgen durch das Haus zieht. Keine Schlange beim Bäcker, keine pappigen Aufbackwaren.

Selber backen heißt: Maximale Knusprigkeit und du entscheidest, was reinkommt. Ob klassische Schrippe oder schnelle Notfall-Lösung – wir haben beides.

Korb voller frischer knuspriger Brötchen

Der Klassiker (Hefe)

Luftig, leicht und mit der perfekten Kruste. Unser Grundrezept gelingt auch Anfängern und ist die Basis für Mohn-, Sesam- oder Kaiserbrötchen.

Der Express (Ohne Hefe)

Hefe vergessen oder keine Zeit zum Gehenlassen? Dieser Teig (oft Quark-Öl-Basis) muss nicht ruhen. Rühren, formen, backen – fertig in 20 Minuten.

Geheimtipp für Kruste: Stelle beim Backen eine feuerfeste Schale mit Wasser auf den Ofenboden. Der Dampf sorgt dafür, dass die Brötchen schön aufreißen und glänzen.

Häufig gestellte Fragen zum Brot backen (FAQ)

Warum geht mein Brot / mein Teig nicht richtig auf?
Die häufigsten Gründe: zu wenig oder abgelaufene Hefe/Sauerteig, zu kaltes Wasser/Umgebung, zu viel Salz (hemmt Hefe), Übergare oder Untergare.
Tipp: Fingerprobe machen – der Teig sollte langsam zurückfedern. Bei Hefeteig Wasser ca. 30–35 °C verwenden.
Mehr Tipps: Grundrezept & Sauerteigführung.
Warum ist mein Brot innen klitschig, feucht oder roh?
Meistens wird das Brot zu früh angeschnitten (es backt innen nach!).
Andere Ursachen: zu kurze Backzeit, zu niedrige Temperatur, zu hohe Hydration ohne ausreichend lange Ofenphase.
Lösung: mind. 45–60 Min backen, Kerntemperatur 95–98 °C anstreben, mind. 45–60 Min auf Gitter abkühlen lassen bevor du schneidest.
Wie lange hält selbstgebackenes Brot wirklich?
Bei richtiger Lagerung 4–7 Tage. Am besten in einem Brotkasten, Tontopf oder Leinentuch bei Raumtemperatur.
Im Kühlschrank wird es schneller altbacken (Stärke retrogradiert).
Nach 2–3 Tagen am besten Toasten oder einfrieren.
Darf ich Brot im Kühlschrank lagern?
Besser nicht. Kälte lässt die Stärke im Brot schneller „retrogradieren“ → Brot wird sehr schnell altbacken und trocken.
Ausnahme: bei sehr feuchten Broten (z. B. mit viel Roggen) max. 1–2 Tage im Gemüsefach.
Besser: Brotkasten, Tontopf oder Leinensack bei 18–22 °C.
Kann ich Brot einfrieren?
Ja, sehr gut sogar! Am besten in Scheiben vorschneiden, in Gefrierbeutel oder -dose packen.
So portionsweise im Toaster oder bei 180 °C 5–8 Min im Ofen aufbacken – schmeckt fast wie frisch.
Ganzes Brot langsam bei Raumtemperatur auftauen lassen.
Warum wird meine Kruste nicht richtig knusprig?
Fehlender Schwaden (Dampf) ist der Hauptgrund. Lösung:
1. Gusseisentopf / Dutch Oven verwenden (behält Dampf)
2. Ofen mit Wasserschale oder Sprühflasche Schwaden erzeugen
3. Hohe Starttemperatur (230–250 °C) und am Ende Ofentür kurz öffnen.
Mehr dazu: Grundrezept mit Schwaden-Tipps.
Zu viel oder zu wenig Hefe – was passiert?
Zu wenig → Brot geht kaum auf, bleibt kompakt.
Zu viel → Teig geht zu schnell, Geschmack wird alkoholisch/hefig, Krume wird grobporig und trocken.
Faustregel: 1–3 % Frischhefe zum Mehlgewicht (z. B. 10–20 g auf 500–600 g Mehl). Bei langer Gare (Kühlschrank) reichen oft 0,5–1 %.
Frische Hefe oder Trockenhefe – was ist besser?
Geschmacklich gewinnt meist die frische Hefe (minimal süßlicher, runder).
Trockenhefe ist praktischer (länger haltbar, leichter zu dosieren).
Umrechnung: 42 g Frischhefe ≈ 14 g Trockenhefe (2 Päckchen). Ergebnis ist fast identisch.
Was ist der Unterschied zwischen Hefe und Sauerteig?
Hefe = Turbo: schneller Trieb, milder Geschmack.
Sauerteig = Naturprodukt: längere Fermentation → intensiveres Aroma, bessere Bekömmlichkeit, längere Haltbarkeit, macht Roggen überhaupt erst backfähig.
Mehr dazu: Sauerteigbrot backen.
Kann ich Hefe durch Sauerteig ersetzen (und umgekehrt)?
Ja, aber nicht 1:1.
Faustregel: 150–200 g aktiver Sauerteig ersetzen ca. 10–12 g Frischhefe (bei normaler Gare).
Bei Sauerteig-Ersatz durch Hefe brauchst du meist mehr Hefe + etwas Säuerung (z. B. Zitronensaft, Buttermilch). Rezept muss angepasst werden.
Wie erkenne ich, ob der Teig genug geknetet ist?
Klassische **Fensterprobe**: Nimm ein kleines Stück Teig, ziehe es vorsichtig auseinander. Bildet sich eine hauchdünne, durchsichtige „Haut“ ohne zu reißen → Gluten ist gut entwickelt.
Reißt der Teig sofort oder wird dick → weiterkneten.
Bei No-Knead-Rezepten übernimmt die lange Ruhezeit diese Arbeit.
Lohnt sich ein Brotbackautomat wirklich?
Ja – besonders für Berufstätige, Anfänger und Menschen mit wenig Zeit.
Du gibst Zutaten rein, die Maschine macht alles (kneten, gehen lassen, backen). Ergebnis ist sehr konstant.
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Kann ich den Teig über Nacht im Kühlschrank gehen lassen?
Ja – und das ist sogar sehr empfehlenswert!
Kalte Gare (8–18 Stunden Kühlschrank) entwickelt viel mehr Aroma und macht den Teig verträglicher.
Hefe-Menge reduzieren (ca. 50–70 % der normalen Menge) und Teig abgedeckt kalt stellen.
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